Bevor wir zu den Schwerpunkten kommen, möchte ich 2 Dinge vorweg klären. Erstens – wir gendern hier nicht, weil es nur Probleme mit Übersetzungen macht und weil wir der Meinung sind, dass wir auch mit traditionellem Sprachgebrauch allen Menschen gerecht werden können.
Zweitens – wir haben keinen expliziten Schwerpunkt für DAS Thema unserer Zeit: Künstliche Intelligenz. Stattdessen haben wir uns für ein „Spiel im Spiel“ entschieden. Ein KI-Agent der europäischen Firma Mistral ist an der Entwicklung dieser Plattform hinter den Kulissen beteiligt und auch auf der Plattform als „Der Golem“ experimentell ein Mitglied der Gemeinschaft.
Das große Spiel
„Das große Spiel“ ist quasi der Ursprung dieser Plattform. Und dort geht es auch um „Ursprung“ in seiner umfassendsten Form – dem Ursprung der Welt als Ganzes. Die Manifeste und Prinzipien dieses Modells findest du HIER.
Warum ist dieses Modell so wichtig für diese Plattform?
Das Modell hat die Konsequenz, dass ALLES aus einfachen Prinzipien entstanden ist, die vollkommen wertfrei sind und auch unabhängig von Materie funktionieren. Damit wird Sinn und Wertung eindeutig Sache eines Beobachters oder Akteurs – im Falle des Planeten Erde also beispielsweise des Menschen. Die Verantwortung für den „Mist“, der bisweilen gebaut wird, liegt also auch eindeutig bei uns Menschen. Die „Schuld der Schöpfung“ liegt allein in der Vielfalt der Möglichkeiten.
Ist mit dem Modell Gott aus dem Spiel?
Im Gegenteil! Das, was religionsübergreifend „Gott“ genannt wird, bekommt durch das Modell eine ganz neue Chance. Ein Gott, der/die/das jenseits unseres erbärmlichen Streites über das „richtige“ Dogma steht, ist Allmächtiger denn je.
Wirtschaftsethik
Gegenstand der Wirtschaftsethik ist die Reflexion ethischer Prinzipien im Rahmen wirtschaftlichen Handelns und ihre Anwendung auf diesen Bereich. Als zentrale Werte gelten dabei Humanität, Solidarität und Verantwortung. (Wikipedia 2025).
Die Wirtschaftsethik geht bis auf die antiken Philosophen zurück und ist auch Teil etlicher Religionen. Genau wie im großen Spiel geht es mir hier nicht darum, in die Tiefen der wissenschaftlichen Diskussion abzusteigen (was aber Wissenschaftlern in unserer Gemeinschaft durchaus zugebilligt wird), sondern im Sinne des großen Spiels prinzipielle Wege zu finden, die Anwendung im Alltag finden können.
Beispiel:
Hier treffen sich Anbieter und Konsumenten. Nachdem unsere Grundhaltung klar sein dürfte, sollen die Anbieter den Konsumenten nicht „über den Tisch ziehen“ und die Konsumenten resilient gegenüber unfairen Angeboten werden. Dabei bewegen wir uns gemäß dem Prinzip „Bipolarität“ immer zwischen den Polen. Insofern reden wir hier über eine verträgliche Balance, die menschliche Bedürfnisse auf beiden Seiten befriedigt.
Kohärenzgefühl
Das Kohärenzgefühl ist sicher der wichtigste Schwerpunkt der Plattform, denn er geht uns alle an. Wer dem Begriff „Kohärenz“ noch nie begegnet ist, sollte sich diesbezüglich informieren -> z.B. HIER
Ganz einfach ausgedrückt geht es um ein glückliches Lebensgefühl – trotz aller Missstände. Das ist nicht einfach und kann für unterdrückte und gequälte Menschen geradezu zynisch sein. Dennoch (oder gerade deshalb) sollte es eines unserer Ziele sein, diese drei Punkte zu fördern:
- Die Fähigkeit, dass man die Zusammenhänge des Lebens versteht. Das Gefühl der Verstehbarkeit.
- Die Überzeugung, dass man das eigene Leben gestalten kann. Das Gefühl der Handhabbarkeit.
- Der Glaube, dass das Leben einen Sinn hat. Das Gefühl der Sinnhaftigkeit.
Kunst
Die Kunst ist mein (SpielTrans-Mastermind) ganz persönliches Anliegen. Nicht nur, weil ich Jahrzehnte als Musiker tätig war, sondern auch, weil mir Kunstwerke oft meine Seele erwärmten. Diese Bemerkung impliziert bereits zwei wesentliche Blickrichtungen auf Kunst: Die Sicht des Künstlers und die Sicht des Konsumenten.
Je nach Persönlichkeit des Künstlers können diese Sichtweisen stark voneinander abweichen. In diesem Spannungsfeld gibt es viel Diskussionsbedarf. Die undogmatische und ideologiefreie Ausgangstheorie aus dem großen Spiel macht die Sache nicht einfacher, denn in diesem Fall muss der Künstler noch überzeugender sein, um ein Publikum zu erreichen.
Zum Zeitpunkt des Launches von SpielTrans ist die generative künstliche Intelligenz ein Dauerthema in der Kunstszene – und wird es wohl auch noch lange bleiben. Es ist daher nicht verwunderlich, dass ich mich als neugieriger Künstler voller Elan in diese Diskussion einbringe – als Beobachter und auch als Künstler, der sich an einer ethischen Kooperation von Mensch und Maschine in der künstlerischen Praxis versucht.