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3-Sphären-Modell | Geist

3-Sphären-Modell | Die Sphäre des Geistes

Der Geist als Schaltzentrale: Wie wir Wirklichkeit konstruieren – und warum das kein Zufall ist

Dein Geist ist kein passiver Beobachter. Er ist der Regisseur, der Kameramann und der Hauptdarsteller deines Lebensfilms – und manchmal auch der Saboteur. Doch wer oder was führt eigentlich Regie? Horst Graboschs 3-Sphären-Modell unterteilt den Geist in drei Instanzen, die gemeinsam entscheiden, ob du dich als Opfer der Umstände fühlst – oder als Gestalter deiner [Wirklichkeit]. Hier ist der Bauplan deiner inneren Schaltzentrale.

Der ordnende Geist: Der Manager, der nie schläft

Aufgabe: Er ist das Kontrollzentrum – der Teil von dir, der Pläne schmiedet, Entscheidungen trifft und (oft vergeblich) versucht, alles unter Kontrolle zu halten.

Typische Sätze:
„Das muss ich noch erledigen!“
„Logisch gesehen, ist das die beste Lösung.“
„Warum funktioniert das nie so, wie ich es will?“

Warum er überlastet ist:

Die moderne Welt flutet ihn mit Informationen, Erwartungen und Widersprüchen.
Er glaubt, er sei der Chef – dabei ist er nur ein (wichtiger) Teil des Systems.
Sein größter Feind? Der transzendente Geist, der ihm ständig „unlogische“ Impulse schickt (z. B. Bauchgefühle, kreative Ideen).

Grabosch’s Einsicht: „Der ordnende Geist ist wie ein überarbeiteter Büroangestellter: Er klammert sich an Regeln, weil er Angst vor dem Chaos hat. Dabei ist Chaos oft der Nährboden für das Beste im Leben.“

Praktisches Beispiel: Stell dir vor, du stehst vor einer Berufsentscheidung. Der ordnende Geist macht eine Pro-und-Kontra-Liste. Doch plötzlich kommt ein Bild (sinnlicher Geist) oder eine Ahnung (transzendenter Geist) – und plötzlich fühlt sich die „logische“ Option falsch an.

Der sinnliche Geist: Die Werkstatt der 3D-Filme

Aufgabe: Er übersetzt Reize aus der Umwelt in Erlebnisse – und决定 (entscheidet mit), was du als „real“ wahrnimmst.

Wie er arbeitet:
Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Tasten – aber auch innere Bilder, Träume und Synästhesien (z. B. „Farben hören“). Er ist der Künstler im System: Ohne ihn wäre die Welt ein Datenblatt, kein Erlebnis.

Warum wir ihn unterschätzen: Wir reduzieren ihn auf „Sinne“ – dabei ist er der Schöpfer unserer subjektiven [Wirklichkeit].

Beispiel: Zwei Menschen hören dasselbe Konzert. Der eine empfindet Gänsehaut, der andere Langeweile. Der Unterschied? Ihr sinnlicher Geist filtert und deutet die Klänge anders.

Zitat Grabosch: „Der sinnliche Geist ist kein Empfänger. Er ist ein Mitschöpfer. Er malt deine Welt – und du glaubst, sie sei objektiv.“

Falle:
Wenn er überreizt wird (z. B. durch Social Media, Lärm), sendet er Stresssignale an den Körper – ohne dass der ordnende Geist versteht, warum.

Der transzendente Geist: Die Brücke zur Seele

Aufgabe: Er sucht nach Bedeutung jenseits der Logik – und ist die Schnittstelle zur Seelensphäre.

Typische Erlebnisse: Ahnungen („Ich wusste, dass ich anrufen muss!“).
Kreative Blitze (die „heuristischen Momente“, von denen Wissenschaftler sprechen).
Spirituelle Erfahrungen (z. B. das Gefühl, „eins mit allem“ zu sein).

Warum er umstritten ist: Der ordnende Geist hält ihn für „unzuverlässig“.
Die Wissenschaft tut sich schwer mit ihm – dabei deuten Quantenbiologie und Near-Death-Forschung darauf hin, dass er mehr ist als Einbildung.

Sein Werkzeug: Symbole, Metaphern, Träume.

Graboschs Metapher:
„Der transzendente Geist ist wie ein Radio, das Signale aus einer anderen Frequenz empfängt. Mal ist der Empfang klar, mal nur Rauschen – aber er lügt nie.“

Wie die drei Instanzen zusammenarbeiten (oder gegeneinander)

Harmonisches Szenario:
☀️ Der sinnliche Geist nimmt einen Moment wahr (z. B. einen Sonnenuntergan
☀️ Der transzendente Geist verknüpft ihn mit einer Erinnerung oder Sehnsucht
☀️ Der ordnende Geist entscheidet: „Das ist schön – ich bleibe hier sitzen.“

Konflikt-Szenario:
⚡️ Der sinnliche Geist spürt Angst (z. B. vor einer Präsentation).
⚡️ Der transzendente Geist flüstert: „Trau dich!“ (oder: „Lauf weg!“).
⚡️ Der ordnende Geist ignoriert beide – und starrt auf seine Notizen.

Folgen:
🔥 Blockaden (wenn der ordnende Geist die anderen ignoriert).
🔥 Burnout (wenn der sinnliche Geist überlastet ist).
🔥 Sinnkrisen (wenn der transzendente Geist zu lange verstummt).

Die große Frage: Wer bin ich in diesem System?

Die meisten Menschen identifizieren sich mit dem ordnenden Geist („Ich bin meine Gedanken“). Doch Grabosch sagt: „Du bist der Raum, in dem diese drei Instanzen interagieren. Du bist nicht der Regisseur – du bist das Bewusstsein, das den Film sieht.“

Übung für Leser: Nimm eine aktuelle Entscheidung (z. B. Job, Beziehung, Urlaub).

❓ Frage den ordnenden Geist: „Was ist die logische Option?“
❓ Frage den sinnlichen Geist: „Wie fühlt sich jede Option an?“
❓ Frage den transzendenten Geist: „Was würde meine Seele wählen – wenn sie könnte?“

Der Geist im 3-Sphären-Modell: Warum das keine Esoterik ist

MissverständnisGrabosch’s Sicht
„Geist = nur Denken“Nein. Geist ist Erleben, Ordnen und Transzendieren.
„Bauchgefühle sind irrational“Sie sind Informationen, die der ordnende Geist (noch) nicht versteht.
„Meditation löscht den Geist aus“Falsch. Sie bringt die Instanzen in Dialog.
Wissenschaftlicher Brückenbau:

🔬 Neuroplastizität: Das Gehirn verändert sich durch Erfahrungen – der Geist ist kein starres System.
🔬 Embodied Cognition: Der Geist ist nicht im Kopf gefangen – er interagiert ständig mit Körper und Umwelt.

Tanze mit den Engeln - Buch von Horst Grabosch

Wir können hier nur die Essenz des Modells zusammenfassen. Um die gesamte Geschichte der Theorie zu studieren, empfehlen wir das zugrunde liegende Buch: „Tanze mit den Engeln“.

Wir verlinken hier auf den Shop von Amazon (Klick auf Cover). Weitere Einkaufsmöglichkeiten auf der Webseite des Autors.

Tanze mit den Engeln

Noch nie gab es so viele Informationen darüber, wie wir funktionieren und in welcher Welt wir leben. Leider scheinen wir uns in der erkennbaren Vielfalt zu verlieren. Verzweifelt suchen wir nach einfachen Erklärungen, die unsere geistige Überforderung in Grenzen halten. Das macht uns empfänglich für Manipulationen aller Art, die sogar die Unterwerfung als Ausweg aus der Seelenqual attraktiv erscheinen lassen. Doch wie kann man sich selbst in seiner Einzigartigkeit erkennen, ohne den Verstand zu verlieren, und was ist eigentlich die Seele? Diese Frage stellte sich auch der Künstler Horst Grabosch und entwarf aus einer ehrlichen Innenschau heraus ein leicht verständliches Modell des Zusammenspiels von Körper, Geist und Seele. Mit diesem Werkzeugkasten im Gepäck fand er so viele Antworten auf die Frage nach dem Sinn des Lebens, dass er sich entschloss, dieses Buch zu veröffentlichen. Philosophie, Musik, Poesie, Politik und Alltagsgeschichten vermischen sich in seinen Beobachtungen zu einem geradezu berauschenden Erkenntniscocktail.