Die Seele – ein vergessener Kontinent
Seit Platon die Seele als „unsterbliches Prinzip“ beschrieb, hat die Menschheit sie zwischen Verehrung und Vergessen hin- und hergerissen. Die vorchristliche Trias (Körper-Geist-Seele) war ein geniales Modell – doch das frühe Christentum reduzierte sie auf einen Dualismus (Körper vs. Geist/Seele), und die moderne Wissenschaft erklärte sie kurzerhand zum „Hirngespinst“. Dabei ist die Seele kein Relikt, sondern eine Notwendigkeit – denn sie erklärt, was weder Körper noch Geist allein können:
✨ Warum wir uns heimisch fühlen, wenn wir Musik hören.
✨ Warum wir Ahnungen haben, die sich bewahrheiten.
✨ Warum wir Sehnsucht spüren, als gehöre wir zu etwas Größerem.
Horst Graboschs 3-Sphären-Modell holt die Seele zurück – nicht als esoterischen Traum, sondern als praktischen Erfahrungsraum. Hier ist der Schlüssel zum Verständnis.
Die individuelle Seele: Dein einzigartiger Code
Was sie ist:
⚙️ Deine Talente, Erinnerungen, Traumata – alles, was dich unverwechselbar macht.
⚙️ Kein Esoterik-Konstrukt, sondern dein persönlicher Musterspeicher (z. B. warum du bestimmte Musik liebst oder vor Spinnen zurückschreckst).
Warum sie wichtig ist:
⚙️ Sie ist der „Speicher“ deiner Erfahrungen – und gleichzeitig die Schnittstelle zur universellen Seele.
⚙️ Beispiel: Wenn du „Seelenverwandte“ triffst, erkennst du Muster, die zu deinen eigenen passen.
Praktische Frage:
„Welche Erfahrung hat dich am meisten geprägt? Das ist ein Stück deiner individuellen Seele.“
Die universelle Seele: Das unsichtbare Netz
Was sie ist:
⚙️ Das kollektive Bewusstsein – der Teil von dir, der sich in anderen wiedererkennt (z. B. Mitgefühl).
⚙️ Keine Esoterik: Wissenschaftlich gesehen entspricht sie dem, was Quantenphysiker „Verschränkung“ nennen – eine Verbindung jenseits von Raum und Zeit.
Grabosch’s Bild:
„Stell dir vor, alle Seelen sind wie Neuronen in einem großen Gehirn. Du bist ein einzigartiger Knoten – aber Teil des Ganzen.“
Die ewige Seele: Der Sehnsuchtsort
Was sie ist:
⚙️ Kein Trostpflaster, sondern eine Erinnerung: Du bist mehr als deine Form.
⚙️ Kein Dogma: Grabosch sagt nicht „Glaub daran!“ – sondern „Spüre, ob es sich wahr anfühlt.“
Metapher:
„Die ewige Seele ist wie der Ozean. Deine individuelle Seele ist ein Tropfen – er gehört dazu, aber sie ist nicht der ganze Ozean.“
Warum DIE Seele keine Einzahl ist
| Missverständnis | Grabosch’s Sicht |
|---|---|
| „Seele = nur spirituell“ | Nein. Sie ist auch praktisch – sie erklärt, warum du dich manchmal heimisch fühlst, ohne zu wissen warum. |
| „Seele = nur nach dem Tod“ | Falsch. Sie wirkt jetzt – in deinen Ahnungen, Träumen, kreativen Blitzen. |
Merksätze
👁 Individuelle Seele: „Was macht mich einzigartig?“
👁 Universelle Seele: „Wann habe ich mich zuletzt mit einem Fremden verbunden gefühlt?“
👁 Ewige Seele: „Wonach sehne ich mich – jenseits von Logik?“

Wir können hier nur die Essenz des Modells zusammenfassen. Um die gesamte Geschichte der Theorie zu studieren, empfehlen wir das zugrunde liegende Buch: „Tanze mit den Engeln“.
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Tanze mit den Engeln
Noch nie gab es so viele Informationen darüber, wie wir funktionieren und in welcher Welt wir leben. Leider scheinen wir uns in der erkennbaren Vielfalt zu verlieren. Verzweifelt suchen wir nach einfachen Erklärungen, die unsere geistige Überforderung in Grenzen halten. Das macht uns empfänglich für Manipulationen aller Art, die sogar die Unterwerfung als Ausweg aus der Seelenqual attraktiv erscheinen lassen. Doch wie kann man sich selbst in seiner Einzigartigkeit erkennen, ohne den Verstand zu verlieren, und was ist eigentlich die Seele? Diese Frage stellte sich auch der Künstler Horst Grabosch und entwarf aus einer ehrlichen Innenschau heraus ein leicht verständliches Modell des Zusammenspiels von Körper, Geist und Seele. Mit diesem Werkzeugkasten im Gepäck fand er so viele Antworten auf die Frage nach dem Sinn des Lebens, dass er sich entschloss, dieses Buch zu veröffentlichen. Philosophie, Musik, Poesie, Politik und Alltagsgeschichten vermischen sich in seinen Beobachtungen zu einem geradezu berauschenden Erkenntniscocktail.