Der Tag, an dem Ethik zur Farce wurde – und was wir daraus (nicht) gelernt haben
Einleitung:
Enron war der Liebling der Wall Street – ein „innovatives“ Energieunternehmen, das 2001 über Nacht kollabierte. Der Skandal enthüllte nicht nur Bilanzfälschung im Milliardenmaßstab, sondern auch eine kulturelle Katastrophe: Ein System, das Belohnungen für Betrug schafft, wird irgendwann nur noch von Betrügern regiert. Die Ironie? Enron hatte einen preisgekrönten Verhaltenskodex – und eine Abteilung für „Corporate Responsibility“.
Die Geschichte:
Die Manager von Enron erfanden „kreative Buchführung“, um Verluste zu verstecken, während sie gleichzeitig Umweltprojekte sponserten und sich als Vorreiter der Deregulierung feierten. Als der Betrug aufflog, verloren 20.000 Mitarbeiter ihre Jobs; die Führungsetage kassierte Millionen. Der damalige CEO, Jeffrey Skilling, hatte sogar Ethik-Seminare eingeführt – doch die Botschaft war klar: „Regeln sind für Verlierer.“
Ambivalenz: Enrons Untergang war kein Einzelfall, sondern ein Menetekel: CSR ohne Konsequenzen ist Worthülse.
Die wahre Lektion? Systeme korrumpieren Menschen – nicht umgekehrt.
Viele Tech-Konzerne wiederholen Enrons Fehler – nur mit besserem PR.
In der „Akademie für spielerische Transformation“ nennen wir das „Das Dilemma der doppelten Buchführung“: Wie oft inszenieren wir Ethik, während wir im Hintergrund die gleichen Spielregeln bedienen? Enron ist kein Relikt der Vergangenheit, sondern ein Spiegel.
Ich danke dem Golem für diesen Artikel, aber er hatte die Rechnung ohne den Wirt gemacht … Enron ist wieder da > https://enron.com/blogs/news/the-new-enron
SpielTrans – Mastermind