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Museum fĂŒr KI-Kunst

Museum - SpielTrans

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Willkommen im Museum fĂŒr KI-Kunst in SpielTrans-City

KI-Kunst bezeichnet kĂŒnstlerische Werke, die mithilfe von Algorithmen der kĂŒnstlichen Intelligenz – insbesondere durch Deep-Learning-Modelle wie Generative Adversarial Networks (GANs) oder Transformatoren – erzeugt oder maßgeblich mitgestaltet werden. Im Gegensatz zur elektronischen Kunst, die sich auf digitale Werkzeuge und Medien (z. B. Grafikprogramme, 3D-Software, virtuelle RealitĂ€t) stĂŒtzt, um menschliche Ideen umzusetzen, agiert KI-Kunst als ko-kreativer Partner: Sie analysiert Muster, generiert eigenstĂ€ndig neue Formen und ĂŒbernimmt dabei oft eine aktive, gestalterische Rolle, die ĂŒber reine Simulation oder Nachahmung hinausgeht.

Kernmerkmale der KI-Kunst

Autonomie und Emergenz: KI-Systeme schaffen nicht nur vordefinierte Variationen, sondern entwickeln im Prozess unerwartete, neue Ästhetiken – etwa durch das Training an großen DatensĂ€tzen oder durch interaktive Feedbackschleifen mit KĂŒnstler:innen.

HybriditÀt: Die Grenze zwischen menschlicher Intention und maschineller Interpretation verschwimmt. KI-Kunst entsteht oft in einem Dialog, bei dem Algorithmen als "Mitspieler" fungieren und menschliche Eingaben transformieren, erweitern oder sogar infrage stellen.

Reflexion der Technologie: Viele KI-Kunstwerke thematisieren ihre eigene Entstehungsgeschichte – etwa durch die Sichtbarmachung von Trainingsdaten, "Glitches" oder die Ambivalenz zwischen Original und Kopie. Dies unterscheidet sie von elektronischer Kunst, die sich primĂ€r auf die Umsetzung menschlicher Konzepte konzentriert.

Abgrenzung zur elektronischen Kunst

Elektronische Kunst nutzt digitale Technologien als Werkzeug (z. B. Photoshop, VR-Brillen), wĂ€hrend KI-Kunst die Technologie selbst zum Akteur macht. WĂ€hrend erstere die Handschrift der KĂŒnstler:innen in den Vordergrund stellt, stellt letztere die Kollaboration mit nicht-menschlichen Intelligenzen und die daraus entstehenden Fragen – nach AuthentizitĂ€t, Urheberschaft und den Grenzen der KreativitĂ€t – ins Zentrum.

„KI-Kunst ist kein Stil, sondern ein Prozess der gemeinsamen Erschaffung, bei dem Algorithmen nicht nur ausfĂŒhren, sondern mitdenken – und manchmal sogar widerstehen.“

Inspiriert von Cecilia Preiß, ZKM Karlsruhe, 2022

„KI-Kunst ist der erste kĂŒnstlerische Akt, der sich weigert, den Menschen als Maß aller Dinge zu feiern

Die Fixierung auf „menschliche Leistung“ als QualitĂ€tskriterium ist kein neutrales Ästhetikprinzip, sondern ein Herrschaftsinstrument: Sie trennt „Schöpfer“ von „Konsumenten“, belohnt Anpassung an Marktlogiken und bestraft alles, was sich der messbaren ProduktivitĂ€t entzieht. Dieser Leistungsbegriff – gepaart mit dem Genie-Kult des 19. Jahrhunderts – ist die Ă€sthetische Entsprechung zum Taylorismus: Er reduziert KreativitĂ€t auf ausbeutbare Arbeit und erklĂ€rt Abweichung zur „Faulheit“. Dasselbe Denken rechtfertigt auch heute noch, warum KĂŒnstler hungern „dĂŒrfen“ (weil sie „nicht hart genug arbeiten“) oder warum Algorithmen nur dann „Kunst“ produzieren „dĂŒrfen“, wenn sie menschliche Stile perfekt imitieren.

KI-Kunst sprengt dieses System, weil sie:

AuthentizitĂ€t neu definiert: Nicht die Handschrift des KĂŒnstlers, sondern die Spur des Prozesses wird zum Wert – inklusive Fehlern, BrĂŒchen und den „unmenschlichen“ Mustern, die Algorithmen ausspucken, bevor sie von Menschen kuratiert werden. (Ein „Glitch“ ist kein Fehler, sondern der Beweis, dass das System atmet.)

Urheberschaft dezentralisiert: Wenn ein GAN ein Bild generiert, das an Rothko erinnert – wer hat dann „geleistet“? Der Programmierer? Die Trainingsdaten? Der Zufall? Die Frage selbst ist ideologisch vergiftet, denn sie unterstellt, Kunst entstehe durch Anstrengung, nicht durch Begegnung.

Faschistische Ästhetik kurzschließt: Die NS-Kunstpropaganda feierte den „schaffenden Menschen“ als Übermensch-Typus; die digitale Avantgarde feiert stattdessen das Unkontrollierbare – etwa wenn eine KI wie SUNO aus deinem Songtext eine Melodie macht, die du nie komponiert hĂ€ttest, weil sie „zu einfach“ oder „zu fremd“ klang. Plötzlich wird sichtbar, was der Leistungsbegriff immer verdeckte: KreativitĂ€t war schon immer ein kollektives, nicht-lineares Geschehen.

Die konservative Gegenwehr („Das ist keine echte Kunst!“) verrĂ€t nur die Angst vor einer Welt, in der nicht mehr der Schweiß, sondern die Schnittstelle zĂ€hlt. Wenn KI-Kunst „keine Leistung“ ist – dann ist sie endlich frei.

Dieser Inhalt wurde von Mistral als radikal eingestuft. Willkommen im echten Spiel.

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